Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung

Berufsrollenreflexion und persönliche Entwicklung von Lehramtsstudierenden

Die Reflexion der Berufsrolle „Mathematiklehrkraft“ und insbesondere die Reflexion der eigenen professionellen Identität können als generische Komponenten guten Unterrichts angesehen werden (vgl. Kortenhagen et al. 2002). So ist auch die reflektierte Handlungskompetenz ein ausgewiesener Aspekt professionellen Lehrerhandelns (vgl. Helmerich, Hoffart 2014). Mithilfe der Maßnahmen des Teilprojekts soll aus diesen Gründen im Sinne der phasenübergreifenden Entwicklung professioneller Kompetenzen die Berufsrollenreflexion sowie die Selbstreflexion vermehrt in die mathematische Lehramtsausbildung einbezogen werden. Hierzu wird ein Reflexionsinstrument erstellt, das auf bereits vorhandenen Reflexionsmöglichkeiten aufbaut, und in verschiedenen Phasen der universitären Lehramtsausbildung eingesetzt wird. Dieses Instrument wird durch die Konzeption eines Seminars sowie einer Vorbereitungsveranstaltung für das Vertiefende Praktikum der Mathematik ergänzt. Auf diesem Wege werden Kontaktmomente zwischen allen Institutionen der Lehramtsausbildung geschaffen, sodass ein Austausch bezüglich der Vorstellungen zur Berufsrolle „Mathematiklehrkraft“ entstehen kann. Zusätzlich werden auch vermehrt Momente der Fremdreflexion in das universitäre Curriculum implementiert. Die Studierenden sollen diese Angebote nutzen, um ihre zukünftige Berufsrolle zu beschreiben, zu reflektieren und sich auf dieser Basis persönlich weiterzuentwickeln.

Korthagen, Fred (2002): Eine Reflexion über Reflexion. In: Korthagen, Fred A. J./ Kessels, Jos/ Koster, Bob/ Lagerwerf, Bram/ Wubbels, Theo: Schulwirklichkeit und Lehrer(aus)bildung. Reflexion der Lehrertätigkeit. Hamburg: EB-Verlag.
Helmerich, Markus A./ Hoffart, Eva S. (2014): Der Einsatz von Videos zur Aktivierung der Reflexion in der Lehramtsausbildung – Ein Praxisbericht aus der Mathematikdidaktik.

Projektteam:

Prof. Dr. Hans-Stefan Siller, Dr. Lina Pilypaityte, Katharina Manderfeld, Susanne Schumacher

bfbf



Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1605 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Ein Projekt der Universität Koblenz Landau


Prof. Dr. Hans-Stefan Siller
Projektleiter

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz
Universitätsstr. 1
56070 Koblenz
Gebäude G, Raum 111

+49 (0) 261 / 287-2302

siller@uni-koblenz.de


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Katharina Manderfeld
Doktorandin

Universität Koblenz- Landau, Campus Koblenz
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+49 (0) 261 / 287-2311

kmanderfeld@uni-koblenz.de


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