Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung

Durchgängige fachbezogene Diagnostik in der Grundschulbildung

Gerade in inklusiven Lerngruppen stehen GrundschullehrerInnen vor der Herausforderung ihrer heterogenen Schülerschaft gerecht zu werden, und ihren Unterricht an die individuellen Lernausgangslagen ihrer SchülerInnen anzupassen. Als Grundlage von Diagnostik bedarf es hierzu der Fähigkeit, individuelle Lernprozesse von Kindern zu ergründen, um angemessene didaktische Maßnahmen für den einzelnen Schüler treffen zu können. Eine Möglichkeit von Diagnostik, die in inklusiven Lernsettings Zugänge zu individuellem Lernen eröffnet, stellt die pädagogische Beobachtung dar. Unter dieser werden Beobachtungen verstanden, die sich auf die Dokumentation von individuellen Lernprozessen in aufgabenbezogenen Lernsettings beziehen und eine detailgenaue Handlungsbeschreibung unter der (fachdidaktischen) Beobachtungsperspektive erfordern.

Ziel des Teilprojektes III.1 ist es im Sinne einer durchgängigen Diagnostik, das pädagogische Beobachten (das bereits in Bachelorveranstaltungen, im vertiefenden Praktikum und im Referendariat am Institut für Grundschulpädagogik etabliert wurde) mit stärkerem Fachbezug zur Deutschdidaktik in das Mastermodul 7 zu integrieren. Hierzu bedarf es – auch zur stärkeren Vernetzung von Theorie und Praxis – der Arbeit an Fallbeispielen (Videosequenzen, Tondokumente, Transkripte, Schülerdokumente), die e inzelne Schüler in unterschiedlichen Lern- und Diagnosesettings zeigen. Im Rahmen des Projektes soll dazu ein Materialkorpus erhoben werden. Diese Fallbeispiele sollen das pädagogische Beobachten unter fachdidaktischer Perspektive in den Masterseminaren der Deutschdidaktik verankern und den Studierenden ermöglichen, fallbezogen individuelle Lernausgangslagen für einzelne SchülerInnen zu formulieren. Weiterhin wird eine Veranstaltung zum Themenfeld „Diagnostik im Deutschunterricht“ entwickelt, in der Studierende Möglichkeiten und Grenzen von produkt- und prozessorientierten sowie von standardisierten und nicht-standardisierten Verfahren erproben und reflektieren.

Projektteam: 

Prof. Dr. Daniela Merklinger, Prof. Dr. Heike de Boer, Dr. Gesine Esslinger, Prof. Dr. Anja Wildemann, Sandra Last

bfbf



Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1605 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Ein Projekt der Universität Koblenz Landau


Prof. Dr. Daniela Merklinger
Teilprojektleiterin

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz
Universitätsstr. 1
56070 Koblenz
Gebäude E, Raum 131

+49 (0) 261 / 287-1833

merklinger@uni-koblenz.de


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Sandra Last
Doktorandin

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz
Universitätsstr. 1
56070 Koblenz
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+49 (0) 261 / 287-1848

slast@uni-koblenz.de


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