Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung

Auftaktveranstaltung vom 22.11.2016

MoSAiK: Mit der Qualitätsoffensive zur Exzellenz in der Lehrerbildung

In vier Schwerpunkten mit 17 Teilprojekten engagieren sich künftig fast 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen Instituten der Universität Koblenz-Landau und wollen neue Wege in der Lehrerbildung entwickeln und praktisch erproben. Dahinter steht der Leitgedanke, dass die Ausbildung von Lehrkräften eine zentrale Rolle dabei spielt, die Gesellschaft für zukünftige Herausforderungen fit zu machen. Das Großprojekt „Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung“, kurz MoSAiK genannt, ist jetzt mit einer Auftaktveranstaltung am Dienstag in Mainz offiziell gestartet worden.

Auftaktveranstaltung

Wissenschaftsminister Konrad Wolf (rechts) und Universitätspräsident Roman Heiligenthal (links) feierten gemeinsam mit den Projektleitern Hans-Stefan Siller (2. von links) und Alexander Kauertz den Auftakt des neuen Großprojekts „MoSAiK“. Foto: Pulkowski

 MoSAik gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs um die Fördermittel des bundesweiten Programms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“. Den Forschern aus Koblenz und Landau stehen in den nächsten drei Jahren rund 5,8 Millionen Euro zur Verfügung. Neben den bereits bestehenden Schulpraktika sollen beispielweise weitere praxisnahe Elemente konzipiert und in der Lehramtsstudiengänge der Universität integriert werden. Dazu können Modelle wie Lehr-Lern-Labore, Lernwerkstätten oder Unterricht an außerschulischen Lernorten genutzt werden.

Den großen Erfolg bei der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ bewertet Universitätspräsident Professor Dr. Roman Heiligenthal auch als Bestätigung der führenden Rolle der Universität in der Lehrerbildung des Landes: „MoSAiK ist das mit Abstand größte Projekt in Rheinland-Pfalz, das in die Förderung aufgenommen wurde. Die Universität hat die Zeichen der Zeit erkannt und ein innovatives Konzept vorgelegt.“ MoSAik leiste auch einen wichtigen Beitrag, die wissenschaftliche Profilierung der Universität weiter voran zu treiben.

 

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Mitarbeiter des Projekts "MoSAiK" bei der Auftaktveranstaltung. Foto: Peter Pulkowsk

 Wissenschaftsminister Professor Dr. Konrad Wolf gratulierte der Universität zu ihrem Erfolg bei der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“. Bundesweit seien 49 Projekte in die Förderung aufgenommen worden, darunter sei MoSAik eines der größten Vorhaben. „Die Universität Koblenz-Landau ist damit eine der Exzellenzuniversitäten der Lehrerbildung in Deutschland“. Der Minister verspricht sich von dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Schule und Unterricht in Rheinland-Pfalz.

 

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Foto: Peter Pulkowski

Die Gesamtprojektleiter, die Professoren Dr. Alexander Kauertz (Landau) und Dr. Hans-Stefan Siller (Koblenz), vermittelten den zahlreichen Gästen der Auftaktveranstaltung einen Überblick über das neue Großprojekt der Universität. Das Projektteam will Hochschule und Schule bei der Lehrerbildung enger verzahnen, um die häufig bestehenden Lücken zwischen Theorie und (Schul-) Praxis zu schließen. So werden konkrete Anforderungen aus dem Schulalltag ausgewählt, um daran den angehenden Lehrerinnen und Lehrern beispielhaft zu zeigen, wie diese erfolgreich bewältigt werden können. Dazu zählen auch neue Herausforderungen wie die zunehmende sprachliche und kulturelle Heterogenität in den Klassen und der inklusive Unterricht von behinderten und nicht behinderten Schülerinnen und Schülern. Die Wissenschaftler aus Koblenz und Landau wollen auch Lehrer und Schüler an die Universität einladen. In Lehr-Lern-Laboren können dann zum Beispiel neue Unterrichtsmethoden erprobt werden.

bfbf



Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1605 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Ein Projekt der Universität Koblenz Landau