TP 2 – Zertifikat Heterogenität und Mehrsprachigkeit

TP 2 – Zertifikat Heterogenität und Mehrsprachigkeit

Heterogenität und Mehrsprachigkeit spielen im pädagogischen Kontext eine wichtige Rolle: Sie sind zugleich Ausgangs- und Zielperspektive für die Planung, Durchführung und Evaluation von Unterricht (siehe hierzu Wenning 2007; Wildemann 2017). Schülerinnen und Schüler verfügen über diverse sprachliche, kulturelle und letztlich individuelle Erfahrungen und Kompetenzen, die es in Schule und Unterricht zu berücksichtigen gilt. Hierzu bedarf es der Professionalisierung von (angehenden) Lehrkräften für am Individuum ausgerichtete Lehr-Lern-Settings.

Der Zertifikatslehrgang Heterogenität und Mehrsprachigkeit (HuM) ermöglicht Lehramtsstudierenden aller Schulformen und Fächer vor diesem Hintergrund den Erwerb einer praxisbezogenen Zusatzqualifikation im Handlungsfeld Sprache. Das interdisziplinäre Zertifikatscurriculum setzt sich aus Veranstaltungen aus der Germanistischen Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik, der Fremdsprachendidaktik, der Interkulturellen Bildung, der Biologiedidaktik, der Grundschulpädagogik, der Pädagogik der Sekundarstufe sowie der Sonderpädagogik zusammen. 

Im Verbund von theoretischen und schulpraktischen Studienelementen fördert der Zertifikatslehrgang die Entwicklung von Kompetenzen in den Bereichen Sprachdiagnose, Sprachförderung, sprach- und kultursensibler Fachunterricht, Erst- und Zweitsprachentwicklung, sprachlich-kulturelle Heterogenität sowie innere und äußere Mehrsprachigkeit. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kommiliton*innen unterschiedlicher Schulformen und Fächer erweitern die teilnehmenden Studierenden ihre eigenen Perspektiven und ihr persönliches (Methoden-)Repertoire. Während einer universitär begleiteten Schulpraxisphase sammeln sie Erfahrungen in einer von derzeit sieben Koooperationsschulen. Sie unterstützen Kinder und Jugendliche in ihrer sprachlichen Entwicklung, erproben die in Zertifikatsveranstaltungen erlernten Konzepte und Methoden und profitieren von dem Austausch mit engagierten Lehrkräften.

Damit stärken sie ihr Profil für künftige Herausforderungen in Schule und Unterricht.

 

Flyer

 

Link zu weiteren Informationen: http://www.heterogenitaet-und-mehrsprachigkeit.uni-landau.de

 

Literatur

Wenning, N. (2007). Heterogenität als Dilemma für Bildungseinrichtungen. In S. Boller, E. Rosowski & T. Stroot (Hg.), Heterogenität in Schule und Unterricht: Handlungsansätze zum pädagogischen Umgang mit Vielfalt (S. 21-31). Weinheim/Basel.

Wildemann, A. (2017). Heterogenität als Ziel von Bildung: Diagnostizieren, unterrichten und fördern im Sprachlichen Anfangsunterricht. In R. Sigel & E. Inckemann (Hg.), Diagnose und Förderung von Kindern mit Zuwanderungshintergrund im Sprach- und Schriftspracherwerb der Grundschule in den Jahrgangsstufen 1 & 2 (S. 23-34). Klinkhardt: Bad Heilbrunn.

Heterogenität und Inklusion: Der Zertifikatslehrgang Heterogenität und Mehrsprachigkeit

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Theorie-Praxis-Verknüpfung: Das Schulpraxismodul

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Reflexion und Digitalisierung: Ein Blended Learning-Konzept zur Entwicklung von Reflexionskompetenz

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Phasenvernetzung: Dialogorientierte Qualifizierung angehender und tätiger Lehrkräfte

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Publikationen zum Zertifikatslehrgang

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Dieses Teilprojekt wird aus der ersten Projektphase fortgeführt. Nähere Informationen zur Arbeit des Teilprojekts in der ersten Förderphase finden Sie hier

Prof. Dr. Anja Wildemann

Prof. Dr. Anja Wildemann
Teilprojektleiterin

Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
August Croissant Str. 5
76829 Landau
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+49 (0) 6341 / 280-34136

wildemann@uni-landau.de

Barbara Hoch

Barbara Hoch
Projektmitarbeiterin

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