Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung

Heterogenität als Ausgangspunkt für Professionsentwicklung

Der Übergang von der schulischen zur universitären Mathematikausbildung wird von den meisten Studienanfänger/inne/n als akute Problemschwelle empfunden (Fischer, Heinze, Wagner 2009). Diese Schwierigkeiten resultieren zum einen aus den verstärkten Anforderungen an das mathematische Grundwissen, welches zum Teil in der eigenen Schulausbildung nicht oder nicht nachhaltig vermittelt wurde. Zum anderen bereitet der bisher ungewohnte systematische, axiomatisch-deduktive Aufbau der Universitätsmathematik große Schwierigkeiten im Verständnis – gerade dann, wenn die entscheidenden mathematischen Basiskompetenzen nicht ausreichend ausgebildet sind (vgl. Ableitinger et al. 2013; Klein 1924, S. 1). Nicht ohne Grund blickt das Studienfach Mathematik also im Vergleich auf eine deutlich erhöhte Anzahl von Studienabbrüchen zurück (vgl. Heublein et al. 2009). Ziel des Teilprojekts ist es daher, die fachliche Heterogenität der Mathematiklehramtsstudierenden zu Beginn des Studiums zu erfassen und zur individuellen Professionsentwicklung zu nutzen. Auf mathematische Basiskompetenzen ausgerichtete, repetitive Testungen können Studierende dabei unterstützen, ihre eigene professionelle Identität und deren Entwicklung im Studienverlauf zu beschreiben, bewusst zu reflektieren und schließlich zielorientiert weiterzuentwickeln.

Ableitinger, C./ Kramer, J./ Prediger, S. (Hrsg.) (2013): Zur doppelten Diskontinuität in der Gymnasiallehrerbildung. Wiesbaden: Springer Spektrum.
Fischer, A./ Heinze, A./ Wagner, D. (2009): Mathematiklernen in der Schule – Mathematiklernen an der Hochschule: die Schwierigkeiten von Lernenden beim Übergang ins Studium. In: Heinze, A./ Grüßing, M. (Hrsg.): Mathematiklernen vom Kindergarten bis zum Studium. Kontinuität und Kohärenz als Herausforderung für den Mathematikunterricht (S. 245-264). Münster: Waxmann.
Heublein, U./ Hutzsch, C./ Schreiber, J./ Sommer, D./ Besuch, G. (2009): Ursachen des Studienabbruchsin Bachelor- und in herkömmlichen Studiengängen. Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von Exmatrikulierten des Studienjahres 2007/08. HIS: Projektbericht.
http://www.dzhw.eu/pdf/21/studienabbruch_ursachen.pdf (28.06.2016).
Klein, F. (1924): Elementarmathematik vom höheren Standpunkte aus I. Berlin: Julius Springer.

Projektteam:

Prof. Dr. Hans-Stefan Siller, Dr. Silke Allmann, Prof. Dr. Angela Kaupp, Prof. Dr. Engelbert Niehaus, Jennifer Lung

bfbf



Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1605 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Ein Projekt der Universität Koblenz Landau


Prof. Dr. Hans-Stefan Siller
Projektleiter

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz
Universitätsstr. 1
56070 Koblenz
Gebäude G, Raum 111

+49 (0) 261 / 287-2302

siller@uni-koblenz.de


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Jennifer Lung
Doktorandin

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