Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung

Heterogenität und Mehrsprachigkeit

Sprachbildung ist eine in allen Schulfächern wahrzunehmende Querschnittsaufgabe (vgl. Gogolin/Lange 2011: 117), für die Lehrer/innen häufig jedoch nicht ausreichend aus- bzw. fortgebildet sind (vgl. Beese/Benholz/Chlosta et al. 2014: 7). Das Teilprojekt „Heterogenität und Mehrsprachigkeit“ verfolgt das Ziel, Lehramtsstudierende für die unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen und kulturellen Hintergründe von Schüler*innen zu sensibilisieren und sie zu einem produktiven Umgang damit zu befähigen.
Im interdisziplinären Austausch von Grundschulpädagogik, Germanistischer Sprachwissenschaft, Sprachdidaktik, Interkultureller Bildung und Sonderpädagogik sowie in Kooperation mit dem Universitären Sprachenzentrum und regionalen Schulen entsteht ein Curriculum, das sich an Studierende aller Lehrämter richtet und zum Erwerb des Zertifikats „Heterogenität und Mehrsprachigkeit“ führt. Der Zertifikatslehrgang fokussiert eine gleichermaßen theoretisch fundierte wie praxisbezogene Ausbildung von Kompetenzen in den Bereichen Sprachdiagnose, Sprachförderung, Sprach- und interkulturelle Bildung. Eine universitär begleitete Praxisphase in Schulen ist obligatorischer Bestandteil des Curriculums.
Die Qualifizierungsmaßnahme erhöht die Professionalität der Lehramtsstudierenden in einem akut schulrelevanten Arbeitsfeld und füllt eine Lücke in der rheinland-pfälzischen Lehrer*innenausbildung.

Beese, Melanie/Benholz, Claudia/Chlosta Christoph et al. (2014): Sprachbildung in allen Fächern. München: Goethe-Institut/Klett-Langenscheidt.
Gogolin, Ingrid/Lange, Imke (2011): Bildungssprache und Durchgängige Sprachbildung. In: Fürstenau, Sara/Gomolla, Mechtild (Hg.): Migration und schulischer Wandel: Mehrsprachigkeit. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 107-127.


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Projektteam: 

Prof. Dr. Anja Wildemann, Prof. Dr. Stephan Merten, Barbara Hoch, M.A., Dr. Lina Pilypaityte, JProf. Dr. Constanze Juchem-Grundmann, Prof. Dr. Jan Georg Schneider, Prof. Dr. Annette Kracht, Prof. Dr. Norbert Wenning

bfbf



Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1605 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Ein Projekt der Universität Koblenz Landau


Prof. Dr. Anja Wildemann
Projektleiterin

Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
August Croissant Str. 5
76829 Landau
Raum 121

+49 (0) 6341 / 280-34136

wildemann@uni-landau.de


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Barbara Hoch
Doktorandin

Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
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